Sommer 2018:

Wahlmodul

Sehnsucht Stadt
Forschungsseminar

Aufgabenstellung

„Für den Erwachsenen ist die Großstadt das, was für das Kind der Rummelplatz ist“, schrieb der ungarische Essayist György Konrad. Die Stadt ist Sehnsuchtsort, Ort für Projektionen von Gesellschaften und Kristallisationsort sozialer, ästhetischer, räumlicher und politischer Entwicklungen. Nur in der Stadt findet man Dichte und Heterogenität wie in keiner anderen räumlichen Ausprägung. Ihre Bausteine sind Gebäude. Die verschiedenen Gebäudetypologien gliedern sich im Besonderen in öffentliche Bauten, Verwaltungs- und Kulturbauten, Bildungs- und Gesundheitsbauten und Wohnbauten. Gemeinsam bilden sie die Mikro- und Makrostruktur einer Stadt. Den größten Anteil daran haben die Wohnbauten – sie bilden die Masse der städtischen Bebauung und halten die für eine Stadt charakteristischen Entwicklungen fest. Dies macht diese Typologie auch so vielfältig – sie umfasst Bauten mit ausgeprägtem Repräsentationsanspruch ebenso wie solche, die ausschließlich dem Ziel verschrieben waren, funktionalen und zeitgemäßen Wohnraum zu bieten. Dieser Typologie widmen wir uns in der Seminarreihe Sehnsucht Stadt. Im ersten Schritt werden Wohnbauten aus den 1950er Jahren in Düsseldorf und Köln untersucht. Die Nachkriegsmoderne, eine für Deutschland einzigartige Zeit des Aufbruchs, die sich auch in einer besonderen Architektursprache niedergeschlagen hat. Eine Auswahl an typischen Wohngebäuden wird analysiert und in einen übergeordneten Kontext einsortiert. Ziel ist die Erarbeitung einer Datenbank von Wohntypologien, die sowohl als Online-Datenbank aber auch als Buchpublikation veröffentlicht werden soll.

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Leistungen

  • Rechercheleistung
  • Analyse der Gebäude
  • Aufnahme mit Zeichnungen (Grundrisse, Ansichten)
  • Publikationskonzept

Beste Arbeiten

 

Repertoire
Entwurfs – Seminar

Aufgabenstellung

Ob als Grafik, als Instrument oder als Anleitung, die Faszination des Grundrisses ist ungebrochen. Grundrisssammlungen zu allen erdenklichen Nutzungsarten, Typologien oder Morphologien werden Jahr für Jahr neu publiziert und dokumentieren die Evolution eines der wichtigsten Instrumente des Architekten.

Während der Grundriss auf der einen Seite als abstraktes Medium interpretiert werden kann, das durch Raster, Struktur, System bestimmt ist, so ist er auf der anderen Seite auch als Anleitung für Verhaltensweisen für die jeweiligen Bewohner zu betrachten und somit etwas sehr Lebendiges.
Daher entscheidet in den meisten Fällen die Qualität des Grundrisses auch über die Qualität der geschaffenen Räume. Gute Grundrisse zu entwickeln, gehört ebenso zur Aufgabe des Architekten, wie Grundrisse lesen und interpretieren zu können.

In diesem Semester widmen wir uns dem Wohngrundriss. Mit der Industrialisierung und der Abwanderung großer Bevölkerungsteile in die Städte, spätestens jedoch mit dem Ende des 1. Weltkrieges, wird der Zeitpunkt gekennzeichnet, an dem die Frage nach dem Wohnungsgrundriss unweigerlich zu einer der bestimmenden Aufgaben für Architekten wurde. Auf der Suche nach dem bestmöglichen Grundriss für die verschiedenen Ansprüche der Gesellschaft und seiner optimalen funktionalen und ökonomischen Organisation, sind seit Ende des 20. Jahrhunderts zahlreiche Wohngrundrisse entwickelt worden.

In einem Workshop wird entworfen, von der Wohnung zum Haus zur Stadt, Sie entwickeln Ihr eigenes Repertoir und schließlich wird diese Sammlung in einem Buch zusammengefasst.

Leistungen

  • Zeichnungen
  • Modell
  • Ausstellung
  • Mappe

Beste Arbeiten

Letztes update: 16. Nov 2018 @ 21:47