Winter 2018/2019:

BA Thesis

Die Konsolidierung der Stadt:

Urbane Nachverdichtung von Gebäuden und Baulücken:

Die Stadt als Wohn-, Arbeits- und Lebensort erfährt in den letzten Jahren einen enormen Aufschwung. Nicht nur die großen Millionenstädte in Europa wachsen wieder stark, auch viele mittelgroße Städte erleben geradezu einen Bevölkerungsboom. Der Drang der Menschen in die urbanen Zentren der Welt hat viele Gründe, vor allem wirtschaftliche; aber auch kürzere Wege, hohe Mobilität, mehr kulturelle Vielfalt veranlassen die Menschen dazu, ihre Heimat zu verlassen und das Glück in der Metropole zu suchen.
Das führt dazu, dass in den attraktiven Städten Europas die Räume knapp werden und die Mieten steigen. Vieles spricht dafür, neue Wohnsiedlungen am Rande der Stadt zu bauen, doch wird ein ausuferndes Wachstum an den Rändern inzwischen nicht mehr als die einzige Lösung für die steigenden Einwohnerzahlen angesehen. Die monotonen Vorstadtsiedlungen aus dem letzten Drittel des 20. Jahrhunderts brachten mitunter massive soziale Probleme mit sich: Es entstanden soziale Brennpunkte, Areale ohne Lebensqualität, die architektonisch sowie bautechnisch selten überzeugen konnten. Daneben schadet der maßlose und rasante Flächenverbrauch und die damit einhergehende Versiegelung des Bodens unserer Umwelt und letztlich uns selbst.
Die Zeichen stehen deshalb seit einigen Jahren auf Nachverdichtung bestehender Stadtstrukturen. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: ein sinkender Flächenverbrauch, die Nutzung einer bereits vorhandenen Infrastruktur, kurze Wege zu Arbeit und kulturellen Angeboten und nicht zuletzt die städtebauliche Aufwertung von Quartieren. Im Kontext ohnehin anstehender energetischer Sanierungen lassen sich oftmals neue Räume mit innovativen Qualitäten schaffen. Intelligente Grundrisslösungen können die Immobilie nicht nur vergrößern, sondern zugleich für eine zeitgemäße Nutzung optimieren.
Die Ansätze für eine qualitätvolle und nachhaltige Verdichtung des Stadtraumes sind vielfältig: Die Aufstockung von Gebäuden, die Umstrukturierung und/oder Konversion von Arealen, das Auffüllen
von Baulücken und brachliegenden Flächen und die Nutzung von Leerständen innerhalb der Stadt. Achtet man darauf, die wertvollen Grün-und Erholungsflächen sowie den öffentlichen Raum zu wahren und gleichzeitig mitzuentwickeln, können Städte auch ihre Problemzonen mit den Strategien der Nachverdichtung in lebenswerte Stadträume verwandeln.

Abgabeleistungen:

  • Grundrisse, Schnitte und Ansichten (Maßstab je nach Gebäudegröße frei wählbar)
  • Einfache Darstellung des Energiekonzeptes, der verwendeten Materialien und
    Konstruktionstechniken, Detailzeichnungen sind erwünscht
  • Isometrische und perspektivische Darstellungen, Skizzen oder Modellfotos sind erlaubt
  • Erläuterungsbericht, maximal 1/2 DIN A4 Seite, auf den Plänen und als separates Blatt
  • Modelle und elektronische Datenträger sind nicht zugelassen
    Die Arbeiten sollen einschließlich kurzem Erläuterungstext auf 1 bis maximal 2 DIN A1 Bögen dargestellt
    werden.

Bachelorarbeit Paula Holtmann:

 

Letztes update: 25. Mai 2020 @ 22:34